Welches Silikon leitet Wärme besonders gut?
Ungefülltes Silikon leitet Wärme nur schwach. Wärmeleitende Silikone enthalten deshalb spezielle mineralische Füllstoffe, die die Wärme von Bauteilen wie Leistungshalbleitern, Spulen oder LEDs zum Kühlkörper oder Gehäuse transportieren. Gleichzeitig bleiben die typischen Silikonvorteile erhalten: elektrische Isolation, Elastizität und Temperaturbeständigkeit.
Was bedeutet W/mK?
Die Wärmeleitfähigkeit wird in Watt pro Meter und Kelvin (W/mK) angegeben. Je höher der Wert, desto besser wird Wärme abgeführt. Mindestens ebenso wichtig ist eine dünne, lückenlose Schicht: Luftspalte isolieren stark und machen den Vorteil eines guten Materials schnell zunichte.
Paste oder Vergussmasse?
- Wärmeleitpaste – nicht aushärtend, für dünne Schichten zwischen Bauteil und Kühlkörper. Bauteile bleiben demontierbar.
- Wärmeleitende Vergussmasse – härtet aus, umschliesst ganze Baugruppen, schützt vor Feuchtigkeit und Vibration und leitet die Wärme flächig ans Gehäuse ab.
Passende Produkte
- WACKER Silicon-Paste P12 – wärmeleitende Silikonpaste (0,6–0,8 W/mK) für Elektronikanwendungen, z. B. zwischen Bauteil und Kühlkörper.
- ELASTOSIL RT 675 A/B – wärmeleitende, additionsvernetzende 2K-Vergussmasse (1:1) für Netzteile, Steuerungen und Motorelektronik.
- Für Vergussanwendungen ohne besondere Wärmeanforderung: ELASTOSIL RT 601 A/B oder ELASTOSIL RT 607 A/B.
Praxistipps
- Füllstoffe können sich bei längerer Lagerung absetzen – Komponenten vor Gebrauch gut aufrühren.
- Gefüllte Massen sind meist zähflüssiger: Vergussraum so gestalten, dass die Masse gut fliessen und die Luft entweichen kann.
- Bei Paste möglichst dünn und gleichmässig auftragen und Bauteile fest anpressen.
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