Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Welches Silikon eignet sich für Elektronik?

Silikon-Vergussmassen schützen elektronische Baugruppen dauerhaft vor Feuchtigkeit, Staub, Vibration und Temperaturwechseln. Sie bleiben über einen grossen Temperaturbereich elastisch, isolieren elektrisch und belasten Bauteile kaum mechanisch – deshalb sind sie in der Elektronik die erste Wahl, wenn Baugruppen dauerhaft geschützt werden müssen.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

  • Viskosität: Niedrigviskose Massen fliessen in enge Spalten und unter Bauteile und entlüften leichter.
  • Vernetzungsart: Additionsvernetzende Silikone härten ohne Spaltprodukte und praktisch schrumpffrei aus – auch in geschlossenen Gehäusen und dicken Schichten. Kondensationsvernetzende Silikone sind unempfindlicher gegen Verunreinigungen.
  • Härte: Weiche Massen und Gele entlasten empfindliche Bauteile und Lötstellen, härtere Massen schützen besser mechanisch.
  • Transparenz: Glasklare Massen erlauben Sichtkontrolle, Reparatur und den Verguss von LEDs und Anzeigen.
  • Zusatzanforderungen: Brandschutz (z. B. EN 45545-2 für Schienenfahrzeuge, UL 94), Wärmeableitung oder UV- und Witterungsbeständigkeit.

Passende Produkte

Praxistipps

  • Komponenten genau im angegebenen Mischungsverhältnis dosieren und gründlich mischen.
  • Bei additionsvernetzenden Massen Kontakt mit Schwefel, Aminen, Zinnverbindungen und einigen Weichmachern vermeiden – sie können die Aushärtung stören. Im Zweifel einen Vorversuch machen.
  • Für Haftung auf Metall, Glas und Kunststoff eine passende Grundierung verwenden, z. B. Grundierung G790 TF.
  • Bei dicken Schichten nach dem Mischen entlüften, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.

Fragen zur Produktwahl? Rufen Sie uns an: +41 61 322 42 24 (Mo–Fr 08:15–12:00 und 13:30–17:00) oder schreiben Sie an info@ameba.ch.